Fortbildung: Arbeit des Allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen. Aufbauseminar

Ein praxisorientiertes Trainingsseminar

INHALTE:

  • Die Arbeit des/der Gerichtssachverständigen im Fachgebiet Gesundheits- und Krankenpflege bei gerichtlich zu überprüfenden Freiheitsbeschränkungen. 
  • Wann liegt eine Freiheitsbeschränkung vor?
  • Wann liegt eine Freiheitseinschränkung vor?
  • Wie unterscheiden sich physische, elektronische und medikamentöse Freiheitsbeschränkungen?
  • Wer ist im Pflegeheim, in der Behinderteneinrichtung oder im Krankenhaus berechtigt eine freiheitsbeschränkende Maßnahme anzuordnen?
  • Welche Voraussetzungen müssen für eine zulässige Freiheitsbeschränkung gegeben sein?
    Ist die Freiheitsbeschränkung im Sinne der Selbst- oder Fremdgefährdung des Bewohners/der Bewohnerin, unerlässlich und geeignet? Ist die Freiheitsbeschränkung in ihrer Dauer und Intensität zur konkreten erheblichen Gefährdung des Klienten angemessen? Kann die Freiheitsbeschränkung durch eine andere schonendere Pflege- und Betreuungsmaßnahme abgewendet werden? Welche Pflege- und Betreuungsstandards entsprechen dem aktuellen wissenschaftlichen Stand?
  • Welche Aufklärungs-, Verständigungs- und Dokumentationspflichten sind von wem einzuhalten?
  • Wer vertritt den Bewohner/die Bewohnerin bei der Wahrnehmung seines/ihres Rechtes auf persönliche Freiheit
  • Welche Befugnisse und Pflichten haben die Bewohnervertreter/innen?
  • Wer kann einen Antrag auf gerichtliche Überprüfung der Freiheitsbeschränkung stellen?
  • Wie erfolgt das gerichtliche Verfahren zur Überprüfung einer freiheitsbeschränkenden Maßnahme? (Anhörung des Bewohners, erste Entscheidung durch das Bezirksgericht, Sachverständigengutachten, mündliche Verhandlung, Beschluss, Rechtsmittel, Rekursverfahren).
  • Anhand von anonymisierten Gerichtsgutachten wird die Erstellung eines vollständigen und schlüssigen Gutachtens gemeinsam trainiert.
  • Pflegegeldgutachten über gerichtlichen Auftrag, im Rahmen einer Pflegegeldklage zum zuständigen Landesgericht als Arbeits- und Sozialgericht.
  • Zweck des Pflegegeldes und anspruchsberechtigte Personen.
  • Pflegebedarf: Betreuung und Hilfe, ständiger Bedarf,
  • Abgrenzung zur medizinischen Hauskrankenpflege.
  • Spezielle Bedarfsbereiche: Verrichtungen mit zeitlichen Richtwerten, mit verbindlichen Mindestwerten und verbindlichenPauschalwerten, Über- und Unterschreitungen, sonstige Verrichtungen,
  • Anleitung und Beaufsichtigung,
  • Motivationsgespräch
  • Ausmaß des Pflegebedarfes: zeitliches Ausmaß.
  • Qualifizierter Pflegeaufwand: außergewöhnlicher Pflegeaufwand, dauernde Bereitschaft, dauernde Anwesenheit, praktische Bewegungsunfähigkeit.
  • Diagnosenbezogene Mindesteinstufungen.
  • Antragstellung, amtswegige Einleitung, Änderung bzw Wegfall der Voraussetzungen für den Anspruch auf Pflegegeld.

     

     

ÖGKV PFP®: 32

Kategorie

  • ÖGKV-Förderverein

Ort

ÖGKV-Bundessekretariat
Wilhelminenstraße 91/IIe, 1160 Wien

Zeitblöcke

Datum Zeit Einlass Raum Ort ReferentInnen
24.09.2020 09:00–17:00 Uhr 08:45 ÖGKV-Bundessekretariat Prof.in em. Mag.a Dr.in. iur. Gertrude Allmer, DGKP
25.09.2020 08:00–16:00 Uhr 07:45 ÖGKV-Bundessekretariat Prof.in em. Mag.a Dr.in. iur. Gertrude Allmer, DGKP

Referentin

Prof.in em. Mag.a Dr.in. iur. Gertrude Allmer, DGKP

Juristin, Gesundheits- und Pflegerechtsexpertin, Riskmanagerin, Allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige für Gesundheits- und Krankenpflege, Berufskunde, Arbeits- und Betriebsorganisation, Planung, Ausbildung und Führung von Führungskräften.

ÖGKV Mitglieder (inkl. 20% MWSt.)

€ 588,00

Nicht Mitglieder (inkl. 20% MWSt.)

€ 696,00

Veranstalter

ÖGKV-Förderverein

Freie Plätze

ausgebucht

Anmeldeschluss

03.09.2020

Anmeldung

Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist leider schon vorbei.*

*Wir machen darauf aufmerksam, dass diese Fortbildung aus gegebenem Anlass von Präsenz auf Online (COVID 19) umgestellt werden kann. Sie werden jedenfalls zeitgerecht darüber informiert (Gilt ausschließlich für Fortbildungen des ÖGKV-FV Wien).


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